MedienbereichDie BKW nimmt die Rundsteuerung per Ende 2029 ausser Betrieb
Medienmitteilung
Die BKW nimmt die Rundsteuerung per Ende 2029 ausser Betrieb
Rundsteuerungempfänger (© BKW)
Die BKW stellt Ende 2029 den Betrieb ihrer Rundsteuerung ein. Die Technik, mit der Boiler, Elektroheizungen und Strassenbeleuchtungen zu bestimmten Zeiten ein- und ausgeschaltet werden, hat nach 50 Jahren das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Gleichzeitig entwickelt sich das Stromsystem hin zu dezentralen und flexiblen Lösungen. Diesen Anforderungen entspricht die Rundsteuerung nicht mehr.
Die Rundsteuerung hat während rund 50 Jahren im Versorgungsgebiet der BKW zuverlässig dazu beigetragen, einen Teil des Stromverbrauchs in Zeiten mit schwächerer Nachfrage und geringerer Netzbelastung zu verschieben – beispielsweise, indem Warmwasserboiler und Elektroheizungen in der Nacht eingeschaltet werden. Auch Gemeinden und Kantone nutzen das Rundsteuersignal, etwa für die öffentliche Beleuchtung. Zudem vermietet die BKW das Signal nachgelagerten Verteilnetzbetreibern. Aktuell beziehen über 100'000 Kundinnen und Kunden das Rundsteuersignal.Die Rundsteuerung erreicht nun das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Ersatzteile sind zunehmend schwer erhältlich, Unterhalt und Betrieb sind sehr aufwändig. Für einen Weiterbetrieb über 2029 hinaus wäre eine umfassende Erneuerung und Modernisierung notwendig, verbunden mit hohen Investitionen.Das Stromsystem wird dezentraler und flexiblerDie BKW hat sich gegen diese Gesamterneuerung entschieden, denn eine Rundsteuerung passt nicht mehr ins Stromsystem der Zukunft. Immer mehr Kundinnen und Kunden produzieren mit Photovoltaikanlagen selbst Strom, nutzen Speicher oder können ihren Verbrauch mit Hilfe eines Energiemanagement-Systems zeitlich verschieben. Damit steigen die Möglichkeiten, Produktion und Verbrauch individuell und flexibel aufeinander abzustimmen. Die BKW bietet bereits Lösungen in diesem Sinne an, etwa mit dem neuen Netznutzungstarif «Sonne scheint» und mit der dynamischen Abnahmevergütung.Drei Jahre Zeit für die UmstellungFür Kundinnen und Kunden, deren Anlagen heute noch über die Rundsteuerung gesteuert werden, besteht kein sofortiger Handlungsbedarf. Bis zur Abschaltung Ende 2029 bleibt genügend Zeit, um die Anlagen von der Rundsteuerung zu trennen und die nötigen Anpassungen umzusetzen. Für die Trennung vom Rundsteuerempfänger ist der Beizug eines Elektroinstallateurs zwingend. Er stellt sicher, dass die Anpassungen fachgerecht und sicher ausgeführt werden. Zudem sorgt er dafür, dass die Trennung der BKW als Netzbetreiberin ordnungsgemäss gemeldet wird.Die BKW informiert die betroffenen Kundengruppen in den nächsten Tagen und Wochen persönlich darüber, was die Umstellung für ihre Anlage bedeutet und wie sie vorgehen sollen. Auch Gemeinden, Kantone und nachgelagerte Verteilnetzbetreiber, die das Rundsteuersignal nutzen, werden frühzeitig über die notwendigen Schritte informiert; dasselbe gilt für die Elektroinstallateure.Die Informationen stehen auf der Seite www.bkw.ch/rundsteuerung gesammelt zur Verfügung.
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