Viele gläserne Dachfenster von Gewächshäusern, dahinter Bäume unter bewölktem Himmel
ProjekteWie K51 Abwärme aus Rechenzentren nutzbar macht
Wie K51 Abwärme aus Rechenzentren nutzbar macht
K51 platziert Rechenzentren dort, wo ihre Abwärme sinnvoll genutzt werden kann. Gemeinsam mit der BKW verbindet das Startup Strombeschaffung, Regelenergie und automatisierte Steuerung. Dies ermöglicht einen flexibleren Betrieb und unterstützt die Netzstabilität.
Auf einen Blick
Projektfakten
Die BKW verbindet für K51 eine massgeschneiderte Strombeschaffung mit der Teilnahme am Regelenergiemarkt. Tägliche Spotpreisprognosen und ein automatisierter Datenaustausch ermöglichen es K51, die Rechenleistung flexibel zu steuern. Über den Regelenergiepool Energy Powerflex bündelt und vermarktet die BKW die verfügbare Leistung der Rechenzentren zur Unterstützung der Netzstabilität.
LandSchweizGeschäftsbereichEnergy MarketsKundeK51ProjektstatusErstes reguläres Rechenzentrum in Betrieb; weitere Standorte geplantTechnologiebereichAbwärmenutzung, Wärmespeicher, RegelenergieBrancheRechenzentren, EnergieStory-TypFachreferenzProjekttypNeubau und langfristige Bewirtschaftung
Rechenleistung wächst – und mit ihr die ungenutzte WärmeMit der zunehmenden Digitalisierung steigt der Bedarf an Rechenleistung. Rechenzentren benötigen viel Strom und erzeugen dabei Wärme, die häufig ungenutzt bleibt. K51 setzt genau hier an: Das Startup platziert seine Server dort, wo die entstehende Abwärme direkt genutzt werden kann – zum Beispiel in Gewächshäusern. Die Herausforderung reicht über die Wärmenutzung hinaus. Strompreise schwanken, Verbrauchsprognosen müssen frühzeitig vorliegen und flexible Anlagen können einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes leisten. Gefragt war deshalb eine Energielösung, die Wärmebedarf, Rechenleistung, Strombeschaffung und Netzanforderungen intelligent miteinander verbindet.
Eine integrierte Lösung für Wärme, Strom und FlexibilitätK51 und die BKW entschieden sich für eine integrale Energielösung. Sie kombiniert einen massgeschneiderten Strombezugsvertrag mit dem Zugang zum Regelenergiemarkt. K51 richtet den Betrieb seiner Anlagen an täglichen Spotpreisprognosen der BKW aus und verlagert Rechenleistung in wirtschaftlich geeignete Stunden. Wärmespeicher entkoppeln dabei die Rechenleistung zeitlich von der Wärmeabgabe. So kann die benötigte Wärme bereitgestellt werden, während der Stromverbrauch flexibel gesteuert wird. Vertraglich vereinbarte Wärmeleistungen lassen sich ergänzend über Termingeschäfte frühzeitig absichern.
Automatisierte Steuerung bis zum einzelnen RechenzentrumDie BKW übermittelt ihre Spotpreisprognosen digital an die Anlagen von K51. Das System plant darauf basierend die Rechenleistung und sendet die Verbrauchsprognose automatisiert zurück. Die präzise Abstimmung hilft, Abweichungen und damit verbundene Ausgleichsenergiekosten zu reduzieren. Parallel meldet das virtuelle Datencenter die aktuell verfügbare flexible Leistung an die BKW. Diese wird mit weiteren Anlagen gebündelt und im Regelenergiemarkt vermarktet. Wird Flexibilität benötigt, gelangt das Schaltsignal direkt an das virtuelle Datencenter; die einzelnen Rechenzentren werden entsprechend ab- oder zugeschaltet.
Flexibler Betrieb mit Nutzen für Wärmeversorgung und StromnetzDie Lösung ermöglicht K51, Rechenleistung in preislich geeignete Stunden zu verschieben, die entstehende Abwärme nutzbar zu machen und verfügbare Flexibilität am Regelenergiemarkt anzubieten. Dadurch entstehen neben dem Betrieb der Rechenzentren zusätzliche Erlösmöglichkeiten, während steuerbare Lasten zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen können. Mit wachsender Nachfrage sollen weitere Rechenzentren integriert und die Steuerung weiterentwickelt werden. Der Ansatz ist auch für andere flexible Verbraucher denkbar – etwa Arealnetze, Ladestationen oder weitere Wärmesysteme. Voraussetzung ist, dass Lasten zeitlich verschoben oder Preissignale an Kundinnen und Kunden weitergegeben werden können.

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