Pipeline auf Baustelle
ProjekteDie Eifel-Pipeline: Versorgungssicherheit neu vernetzt
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Die Eifel-Pipeline: Versorgungssicherheit neu vernetzt
Wasser, Energie, Glasfaser, und Gas in einem gemeinsamen Infrastrukturkorridor: Mit der Eifel-Pipeline ist in der Westeifel ein deutschlandweit besonderes Verbundsystem entstanden. Rund 245.000 Menschen profitieren von einer resilienteren Trinkwasserversorgung und einer Infrastruktur, die zugleich die Energiewende und Digitalisierung der Region unterstützt. Lindschulte begleitete das Großprojekt von der technischen Trassenplanung über das Verfahrensmanagement bis zur Umweltplanung und ökologischen Baubegleitung.
Auf einen Blick
Projektfakten
Kunde / Auftrageber:Kommunale Netze Eifel AöRProjektort:Prüm / Westeifel, Deutschland Geschäftsbereich:Infrastructure & BuildingsProjektstatus:abgeschlossenBaujahr / Realisierungsjahr:2015–2024Projekttyp:Neubau / regionale VerbundinfrastrukturTechnologiebereiche: Trinkwasser, Glasfaser, Gas, Biogas, EnergieinfrastrukturBranche:Kommunale Infrastruktur / Versorgung
Leistungserbringer
Lindschulte
Lindschulte zählt mit über 1.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren, Architektinnen und Architekten sowie Generalplanenden an 33 Standorten zu den führenden unabhängigen Planungs- und Beratungsgesellschaften Deutschlands. Seit mehr als 60 Jahren begleitet das Unternehmen anspruchsvolle Bau- und Infrastrukturprojekte über alle Planungsphasen hinweg – von der ersten Idee bis zur Fertigstellung und Übergabe.
Als Teil von BKW Engineering verbindet Lindschulte regionale Nähe mit der Kompetenz eines der größten Engineering-Netzwerke im DACH-Raum. Interdisziplinäre Teams entwickeln ganzheitliche Lösungen für komplexe Aufgaben und verbinden dabei Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit mit digitalen Planungsmethoden und klaren Prozessen.
Menschen profitieren vom VerbundsystemTrinkwasserleitungenGlasfaserleitungenGasleitungenBiogasleitungenUntersuchungsgebiet der UmweltplanungProjektzeitraum
Die Trinkwasserversorgung in der Westeifel war lange durch zahlreiche lokale Strukturen geprägt. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Versorgungssicherheit und Resilienz – etwa durch längere Trockenperioden, schwankende Wasserverfügbarkeit und einen steigenden Bedarf an leistungsfähiger Energie- und Digitalinfrastruktur. Die Herausforderung bestand deshalb nicht allein darin, eine neue Wasserleitung zu bauen. Unterschiedliche Versorgungsnetze mussten über kommunale Grenzen hinweg miteinander verbunden und eine Trasse durch die anspruchsvolle Topografie der Eifel geplant werden. Hinzu kamen umfangreiche Umwelt- und Artenschutzanforderungen sowie ein enger Zeit- und Kostenrahmen. Ziel war eine Lösung, die die Versorgung der rund 245.000 Menschen in der Region nicht nur kurzfristig verbessert, sondern langfristig widerstandsfähiger macht.
Eine Trasse für die Infrastruktur von morgen

Eine neue Trinkwasserleitung allein hätte das Potenzial des Projekts nicht ausgeschöpft. Deshalb wurde die Eifel-Pipeline als gemeinsamer Infrastrukturkorridor weiterentwickelt: Wasser-, Glasfaser-, Gas- und Biogasleitungen wurden gebündelt und überwiegend in einer gemeinsamen Trasse verlegt. So konnten Bauarbeiten, Flächeninanspruchnahme und Eingriffe in die Landschaft gebündelt werden. Gleichzeitig entstand ein flexibles Trinkwasserverbundsystem, das bestehende Hochbehälter und Wasservorkommen miteinander verbindet und eine Umkehr der Fließrichtung ermöglicht. Eine KI-gestützte Steuerung prognostiziert den Wasserbedarf und unterstützt dabei, regional erzeugte erneuerbare Energie möglichst effizient einzusetzen. Damit verbindet das Projekt Versorgungssicherheit mit Ressourceneffizienz, Digitalisierung und Energiewende.
Planung für 350 Kilometer Leitungsinfrastruktur

Bei der Umsetzung musste eine außergewöhnlich große und technisch anspruchsvolle Infrastruktur koordiniert werden. Lindschulte verantwortete die technische Trassenplanung einschließlich Vermessung und Verfahrensmanagement sowie wesentliche Aufgaben der Umweltplanung. Für das mehr als 190 Quadratkilometer große Untersuchungsgebiet wurden unter anderem landschaftspflegerische Begleitplanungen, Artenschutzprüfungen und FFH-Verträglichkeitsprüfungen erstellt. Während der Bauphase übernahm Lindschulte zudem die ökologische Baubegleitung und das Flächenmanagement.
Besonders anspruchsvoll war die Topografie der Eifel. Zahlreiche Abschnitte erforderten technisch aufwendige Spülbohrungen und Pressungen, während gleichzeitig Umweltauflagen sowie ein enger Termin- und Kostenrahmen eingehalten werden mussten. Trotz dieser Anforderungen konnte das Projekt fristgerecht fertiggestellt werden.
Kunde / BauherrKommunale Netze Eifel AöR ProjektTrassenplanung Eifel-PipelineProjektortPrüm / Westeifel, DeutschlandBeteiligte BKW GesellschaftLindschulteGeschäftsbereichInfrastructure & BuildingsProjektstatusabgeschlossenZeitraum2015–2024ProjekttypNeubau / regionale VerbundinfrastrukturTechnologiebereicheTrinkwasser, Glasfaser, Gas, Biogas, EnergieinfrastrukturBrancheKommunale Infrastruktur / Versorgung
Eine Infrastruktur mit Wirkung weit über die Trasse hinaus

Seit September 2024 ist die Eifel-Pipeline in Betrieb. Das neue Verbundsystem stärkt die Trinkwasserversorgung von rund 245.000 Menschen und ermöglicht es, Wasserressourcen flexibler zwischen den verschiedenen Teilen der Region zu verteilen. Gleichzeitig schafft die gebündelte Leitungsinfrastruktur Voraussetzungen für leistungsfähige digitale Netze sowie die regionale Nutzung von Gas, Biogas und erneuerbarer Energie.
Die Wirkung reicht damit über die reine Versorgungssicherheit hinaus. Die KI-gestützte Steuerung soll Wasserbedarf und Energieeinsatz aufeinander abstimmen, während das Rohbiogasnetz landwirtschaftliche Produzenten mit einer zentralen Biomethanaufbereitung verbindet. Ergänzt um weitere Technologien wie die geplante Erzeugung von grünem Wasserstoff entsteht ein vernetztes System, das zeigt, wie ländliche Regionen vorhandene Ressourcen gemeinsam nutzen und Infrastruktur langfristig resilienter gestalten können.
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