Gerüst und Montagestruktur entlang der Stützmauer oberhalb der Julierstrasse, vorbereitet für die Installation der PV-Module.
ProjekteWenn Tunnelinfrastruktur zum Kraftwerk wird
BKW Infra ServicesVerkehrsinfrastrukturEnergieinfrastrukturPV
Wenn Tunnelinfrastruktur zum Kraftwerk wird
Am ASTRA-Tunnel Alvaschein wird bestehende Verkehrsinfrastruktur zur Energiequelle: 427 Photovoltaikmodule produzieren jährlich rund 175’000 Kilowattstunden Solarstrom – rund 30 Prozent mehr, als der Tunnel selbst verbraucht. Curea Elektro AG unterstützte Planung und technische Optimierung.
Auf einen Blick
Projektfakten
LandSchweiz GeschäftsbereichInfra ServicesProjektstatusIn Betrieb InbetriebnahmeDezember 2025TechnologiebereichPhotovoltaik / ElektroinfrastrukturBrancheVerkehrNutzungVerkehrsinfrastruktur / NationalstrasseGesamtinvestition / Realisierungskosten0,7 Mio. CHFStory-TypFachreferenzProjekttypErweiterung
Curea Elektro AG, Teil der BKW Infra Services Gruppe, unterstützte das Projekt in der technischen Ausarbeitung, Optimierung und Umsetzung.
175’000 kWhSolarstrom pro Jahr30 Prozentmehr als Tunnel-Eigenbedarf427PV-Module920 m²Sichtbetonmauer1,5 kmDC-Kabelstrecke500 Volt DCSystemauslegung
Bestehende Infrastruktur als Energiequelle
Photovoltaik auf Dächern ist längst etabliert. Doch auch bestehende Verkehrsinfrastruktur bietet Flächen, die für die Energieproduktion genutzt werden können. Wie anspruchsvoll eine solche Lösung sein kann, zeigt die Photovoltaikanlage am ASTRA-Tunnel Alvaschein an der Julierstrasse.
An einer 920 Quadratmeter grossen Sichtbetonmauer wurden 427 PV-Module installiert. Die Anlage erreicht eine erwartete Jahresproduktion von rund 175’000 Kilowattstunden. Damit produziert sie rund 30 Prozent mehr Strom, als der Tunnel selbst verbraucht. Das Projekt zeigt damit, welchen zusätzlichen Nutzen bestehende Infrastruktur übernehmen kann: Eine bereits vorhandene bauliche Fläche wird zur Energiequelle. Eine anspruchsvolle Ausgangslage
Die technische Umsetzung unterschied sich deutlich von einer klassischen Photovoltaikanlage auf einem Gebäude. Die Stützmauer Alvaschein I befindet sich rund 450 Meter vor dem Tunnelportal. Zwischen PV-Anlage und technischer Infrastruktur musste eine Kabelstrecke von nahezu 1,5 Kilometern überwunden werden. Hinzu kam die Lage direkt an einer stark befahrenen Hauptverkehrsachse. Die Leitungsführung entlang der Strasse erforderte deshalb fast ausschliesslich Nachtarbeit. Auch die regulatorischen Anforderungen waren hoch. Für die Anlage war eine Ausnahmebewilligung erforderlich. Voraussetzung dafür waren eine lückenlose technische Dokumentation, belastbare Berechnungen und eine enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
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